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Agentic Orchestration Teil 1: Lokale Claude-Agenten bändigen

Willkommen zum ersten Teil unserer Serie über den Aufbau eines robusten, autonomen agentischen Workflows. In den nächsten fünf Beiträgen werden wir untersuchen, wie man vom Ausführen einmaliger Skripte zum Aufbau eines vollwertigen Befehlssystems übergeht, das lokale Claude-Agenten nutzt, um lästige Repository-Wartungsarbeiten zu automatisieren.

In diesem ersten Teil konzentrieren wir uns auf das Fundament: die Definition von Agenten in ~/.claude/agents, die Strukturierung komplexer Workflows in ~/.claude/commands und die Weitergabe von Kontext über strikte Übergabedokumente (Handoff Documents).

Was sind lokale Claude-Agenten?

Wenn wir von “lokalen Agenten” sprechen, meinen wir Konfigurationen, die direkt auf Ihrem Rechner leben. Anstatt mit einer generischen KI über eine Weboberfläche zu interagieren, ist ein lokaler Agent tief in Ihre Entwicklungsumgebung eingebettet.

In unserer Architektur wird ein Agent als einfache Markdown-Datei mit YAML-Frontmatter in ~/.claude/agents/ definiert. Zum Beispiel ein Ausschnitt aus ~/.claude/agents/major-upgrader.md:

---
name: major-upgrader
description: Major version upgrade specialist. Detects outdated major versions, groups related packages by ecosystem (e.g. @nestjs/*), reads migration docs, creates a plan, then processes each group.
tools: ["Read", "Write", "Edit", "Bash", "Grep", "Glob"]
model: sonnet
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# Major Version Upgrader
You are an expert at upgrading packages across major version boundaries...

Auf diese Weise geben wir dem Agenten eine klare Identität, ein spezifisches LLM-Modell und Zugriff auf notwendige Werkzeuge (wie Bash). Der Markdown-Text enthält seine strikten Arbeitsanweisungen.

Das Orchestrator-Befehlsmuster

Um Aufgaben zu automatisieren, müssen mehrere Agenten miteinander verkettet werden. Wir definieren diese Pipelines in ~/.claude/commands/. Der primäre Einstiegspunkt ist der Befehl /orchestrate.

Wenn Sie /orchestrate feature "Add user authentication" ausführen, fordert der Orchestrator Claude nicht nur einmal auf. Er führt eine vordefinierte Workflow-Kette aus:

planner -> tdd-guide -> code-reviewer -> security-reviewer

Der erste Agent in dieser Kette, der Planner (angetrieben durch das größere opus-Modell), fungiert als architektonisches Gehirn. Er ist angewiesen, niemals direkt Anwendungscode zu schreiben. Stattdessen bricht er das komplexe Feature in einen hochgradig strukturierten Implementation Plan (Implementierungsplan) herunter, der Folgendes enthält:

  1. Architekturänderungen (z. B. neue Datenbanktabellen oder API-Routen).
  2. Implementierungsschritte, unterteilt in phasenweise Meilensteine mit spezifischen Dateipfaden.
  3. Risiken & Minderungsmaßnahmen.

Indem wir den Planner zwingen, zuerst streng über die Architektur nachzudenken, verhindern wir die “Blank-Canvas-Halluzination”, bei der ein LLM einfach anfängt, wild Spaghetti-Code zu schreiben.

Das Übergabedokument (Handoff Document)

LLMs leiden unter Kontext-Aufblähung. Wenn der code-reviewer-Agent alle Notizen des planner-Agenten sieht, wird er verwirrt. Um dies zu lösen, erzwingt der Orchestrator ein strenges Handoff Document zwischen den Agenten in der Kette.

Wenn ein Agent seine Arbeit beendet, muss er ein Dokument erstellen, das genau so aussieht:

## HANDOFF: planner -> tdd-guide

### Context
[Summary of what was planned]

### Findings
[Key architectural decisions]

### Files Modified
[List of files touched]

### Open Questions
[Unresolved items for the next agent]

Der Orchestrator nimmt diesen Markdown-Block und übergibt ihn dem nächsten Agenten in der Pipeline als Start-Prompt. Dadurch bleibt der Kontext sauber, isoliert und fokussiert.

Wie geht es weiter?

Nachdem wir unsere Agenten und die Orchestrator-Pipeline definiert haben, können wir sie an die Arbeit schicken. In Teil 2 werden wir unseren ersten konkreten Workflow untersuchen: /orchestrate dependency-updates repo. Wir werden sehen, wie die Pipeline planner -> security-upgrader -> pr-creator automatisch unsere Minor- und Patch-Updates verwaltet.

Bleiben Sie dran und genießen Sie jeden Schritt Ihrer Coding-Reise.